Updated Oktober 2026
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Moderne Sportanalyse-Arbeitsplatz mit Hockey-Datenvisualisierung und Heatmap auf dem Bildschirm

Zahlen luegen nicht, heisst es. Das stimmt auch im Eishockey, aber nur wenn du weisst, welche Zahlen du betrachten sollst und wie du sie interpretierst. Die NHL ist ein Paradies fuer Statistik-Liebhaber, denn nirgendwo sonst werden so viele Daten erhoben, analysiert und oeffentlich zugaenglich gemacht. Doch genau diese Fuelle kann ueberwältigend sein. Corsi, Fenwick, PDO, Expected Goals, HDCF die Abkuerzungen klingen wie eine Geheimsprache, und fuer viele Wetter bleiben sie genau das.

Dabei liegt in diesen Advanced Stats ein enormer Vorteil verborgen. Waehrend die breite Masse der Wetter auf Tore, Punkte und Tabellenplaetze schaut, erzaehlen die fortgeschrittenen Statistiken eine tiefere Geschichte. Sie zeigen, welche Teams Glueck haben und welche Pech, welche ueberschaetzt werden und welche unterschaetzt. Wer diese Zahlen versteht und richtig anwendet, verschafft sich einen echten Edge gegenueber den Buchmarchen und anderen Wettern.

In diesem Artikel erklaere ich dir die wichtigsten Statistiken im NHL-Kontext so, dass du sie wirklich verstehst und anwenden kannst. Keine trockene Theorie, sondern praktisches Wissen mit konkreten Beispielen und Tipps, wie du die Zahlen fuer bessere Wettentscheidungen nutzt. Ob du gerade erst anfaengst, dich mit Advanced Stats zu beschaeftigen, oder dein bestehendes Wissen vertiefen moechtest dieser Guide wird deine Perspektive auf NHL-Wetten grundlegend veraendern.

Traditionelle Statistiken als Basis

Beginnen wir mit dem Grundlegendsten: den traditionellen Statistiken, die jeder kennt, aber die trotzdem wichtig bleiben. Tore, Assists und Punkte sind die offensichtlichsten Messwerte im Eishockey. Sie zeigen, wer trifft und wer vorbereitet. Fuer Wetten auf Spielerleistungen sind sie unverzichtbar. Wenn du weisst, dass Connor McDavid im Schnitt 1,4 Punkte pro Spiel erzielt, kannst du Prop Bets auf seine Leistung besser einschaetzen.

Die Plus-Minus-Statistik zeigt an, wie viele Tore ein Spieler auf dem Eis war, wenn sein Team traf, minus die Gegentore in seiner Eiszeit. Ein positiver Wert bedeutet, dass das Team mit diesem Spieler auf dem Eis mehr Tore geschossen als kassiert hat. Allerdings ist diese Statistik truegerisch, denn sie haengt stark von der Qualitaet der Mitspieler und Gegner ab. Ein defensiver Stuermer in der vierten Reihe kann einen besseren Plus-Minus-Wert haben als ein Topscorer, einfach weil er gegen schwaechere Gegner eingesetzt wird.

Die Schussstatistiken zeigen, wie viele Schuesse ein Spieler oder ein Team abgibt und zulaesst. Ein hoher Schussanteil deutet auf Dominanz hin, aber nicht alle Schuesse sind gleich. Ein Schuss aus dem Slot ist gefaehrlicher als einer von der blauen Linie. Deshalb sind die Advanced Stats entstanden, die nicht nur die Quantitaet, sondern auch die Qualitaet der Schussversuche beruecksichtigen.

Corsi: Der Koenig der Possession-Metriken

Corsi ist der Koenig der Possession-Metriken im Eishockey und wurde nach dem ehemaligen NHL-Goalie-Coach Jim Corsi benannt. Die Idee dahinter ist simpel aber genial: Statt nur Schuesse aufs Tor zu zaehlen, erfasst Corsi alle Schussversuche einschliesslich der Schuesse, die geblockt werden oder am Tor vorbeigehen. Warum? Weil jeder Schussversuch ein Zeichen dafuer ist, dass ein Team im Angriff ist und Druck macht.

Wenn wir von Corsi sprechen, meinen wir meist Corsi For Percentage, abgekuerzt CF%. Diese Zahl zeigt an, welchen Anteil an allen Schussversuchen im Spiel ein Team oder Spieler fuer sich verbucht. Ein CF% von 55 bedeutet, dass dieses Team 55 Prozent aller Schussversuche abgibt und nur 45 Prozent zulaesst. Das ist ein starker Wert und deutet auf Dominanz hin.

Der entscheidende Punkt: Corsi wird bei gleichstaerker Mannschaftsstaerke gemessen, also bei 5-gegen-5 ohne Powerplay oder Unterzahl. Das ist wichtig, weil Spezialteams die Statistik verzerren wuerden. Ein Team, das viel in Unterzahl spielt, haette automatisch einen schlechteren Corsi, obwohl das nichts mit seiner tatsaechlichen Spielstaerke zu tun hat.

Fuer Wetten ist Corsi aus mehreren Gruenden wertvoll. Erstens zeigt ein hoher Corsi-Wert langfristige Qualitaet. Teams mit konstantem Corsi ueber 52 Prozent sind in der Regel Playoff-Teams, waehrend Teams unter 48 Prozent oft am Tabellenende stehen. Zweitens kann Corsi kurzfristige Anomalien aufdecken. Wenn ein Team viele Spiele verliert, aber einen starken Corsi hat, deutet das auf Pech hin und die Ergebnisse werden sich wahrscheinlich verbessern. Umgekehrt: Ein Team, das gewinnt, aber schlechte Corsi-Werte zeigt, lebt wahrscheinlich ueber seinen Verhaeltnissen.

Eishockey-Offensivzonenkampf zeigt Puckbesitz und territoriale Dominanz mit Spielern im Angriff

Fenwick: Die Alternative zu Corsi

Fenwick funktioniert aehnlich wie Corsi, schliesst aber geblockte Schuesse aus der Berechnung aus. Die Logik dahinter: Ein geblockter Schuss erreicht nie den Goalie und hatte daher von vornherein eine geringere Torchance als ein Schuss, der zumindest in Richtung Tor ging. Fenwick zaehlt also nur ungeblockte Schussversuche, also Schuesse aufs Tor und Schuesse, die am Tor vorbeigehen.

Der Unterschied zwischen Corsi und Fenwick ist in der Praxis gering. Beide Metriken korrelieren stark miteinander, und fuer die meisten Analysen kannst du beide austauschbar verwenden. Manche Analysten bevorzugen Fenwick, weil sie argumentieren, dass geblockte Schuesse oft absichtlich auf den Blocker gelenkt werden und daher keine echten Torchancen darstellen. Andere bleiben bei Corsi, weil die groessere Stichprobe die Statistik stabiler macht.

Fuer deine Wettentscheidungen macht der Unterschied selten einen grossen Unterschied. Wichtiger ist, dass du ueberhaupt eine dieser Metriken nutzt, anstatt nur auf Tore und Punkte zu schauen. Wenn Corsi und Fenwick unterschiedliche Geschichten erzaehlen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Das kann zum Beispiel passieren, wenn ein Team besonders viele Schuesse blockt was auf eine defensive Spielweise hindeutet oder besonders wenige was auf mangelnden Einsatz hindeuten koennte.

PDO: Glueck und Pech messen

PDO ist eine Metrik, die zeigt, ob ein Team gerade Glueck oder Pech hat. Der Name hat keine tiefere Bedeutung es ist einfach der Benutzername des Bloggers, der die Statistik populaer gemacht hat. PDO kombiniert zwei Werte: die Schussquote eines Teams also wie viele Prozent der eigenen Schuesse zu Toren werden und die Fangquote des eigenen Goalies also wie viele Prozent der gegnerischen Schuesse gehalten werden.

Der Durchschnittswert fuer PDO liegt bei 100 oder 1.000, je nach Darstellung. Alles darueber deutet auf Glueck hin, alles darunter auf Pech. Der entscheidende Punkt: PDO tendiert stark zur Regression zum Mittelwert. Das bedeutet, dass Teams mit extrem hohem PDO ueber eine Saison fast immer zurueckfallen werden, waehrend Teams mit extrem niedrigem PDO sich verbessern werden.

Warum ist das so? Weil sowohl Schussquote als auch Fangquote stark von Zufall beeinflusst werden. Selbst der beste Stuermer trifft nicht bei jedem guten Schuss, und selbst der beste Goalie laesst manchmal einen haltbaren Puck durch. Ueber kurze Zeitraeume fuehrt das zu erheblichen Schwankungen. Ein Team kann in zehn Spielen eine Schussquote von 12 Prozent haben einfach weil die Scheibe ein paarmal gluecklich reinging waehrend der langfristige Durchschnitt eher bei 9 Prozent liegt.

Fuer Wetten ist PDO Gold wert. Wenn ein Team nach 20 Spielen an der Tabellenspitze steht, aber einen PDO von 105 hat, solltest du vorsichtig sein. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dieses Team in den kommenden Wochen abfaellt, weil das Glueck nicht ewig anhaelt. Umgekehrt: Ein Team am Tabellenende mit einem PDO von 95 ist wahrscheinlich besser als seine Bilanz, und eine Wende ist zu erwarten. Suche nach diesen Diskrepanzen und nutze sie fuer Value-Wetten.

Siehe auch: Stanley Cup — Wetten auf das größte Eishockey-Turnier der Welt.

Expected Goals: Die Qualitaet der Chancen

Expected Goals, abgekuerzt xG, ist die vielleicht aussagekraeftigste moderne Statistik im Eishockey. Waehrend Corsi und Fenwick nur die Quantitaet der Schussversuche messen, bewertet xG jeden Schuss individuell basierend auf seiner Qualitaet. Die Grundfrage lautet: Wie wahrscheinlich ist es, dass dieser spezifische Schuss zu einem Tor fuehrt?

Die Berechnung von xG beruecksichtigt zahlreiche Faktoren. Der wichtigste ist die Position auf dem Eis. Ein Schuss aus dem Slot, also dem Bereich direkt vor dem Tor, hat eine Trefferwahrscheinlichkeit von etwa 15 bis 20 Prozent. Ein Schuss von der blauen Linie hat vielleicht 2 bis 3 Prozent. Zusaetzlich fliessen der Winkel zum Tor, die Art des Schusses Handgelenkschuss, Slapshot, Tip-In und die Spielsituation ein. Ein Schuss nach einem Rebound hat eine hoehere xG als ein Schuss aus dem Stand, weil der Goalie weniger Zeit hat, sich zu positionieren.

Die Summe aller xG-Werte in einem Spiel ergibt die Expected Goals fuer jedes Team. Wenn Team A eine xG von 3.2 hat und Team B eine xG von 1.8, hat Team A mehr und bessere Chancen kreiert. Das tatsaechliche Ergebnis kann trotzdem anders aussehen vielleicht gewinnt Team B mit 2:1, weil ihr Goalie ueberragend war oder weil sie ihre wenigen Chancen eiskalt genutzt haben. Aber langfristig werden Teams, die hoehere xG-Werte produzieren, auch mehr Spiele gewinnen.

Fuer Wetten liefert xG tiefere Einblicke als jede andere Statistik. Schau dir nicht nur an, wer gewonnen hat, sondern wer die besseren Chancen hatte. Ein Team, das seine letzten fuenf Spiele verloren hat, aber in jedem davon eine hoehere xG hatte als der Gegner, ist wahrscheinlich besser als seine Bilanz. Die Ergebnisse werden sich drehen. Umgekehrt: Ein Team auf einer Siegesserie mit schlechten xG-Werten lebt gefaehrlich. Setze gegen sie, wenn die Quoten attraktiv sind.

Hochgefährliche Torchance im Eishockey mit Stürmer direkt vor dem Torwart im Slot-Bereich

High Danger Chances

High Danger Chances, oft als HDCF fuer High Danger Chances For abgekuerzt, sind eine Erweiterung des xG-Konzepts. Statt jeden Schuss zu bewerten, konzentriert sich diese Metrik auf die wirklich gefaehrlichen Chancen aus unmittelbarer Naehe zum Tor. Die genaue Definition variiert je nach Quelle, aber typischerweise gelten Schuesse aus dem inneren Slot oder direkt vor dem Tor als High Danger.

Der Vorteil von HDCF: Die Metrik ist intuitiver und einfacher zu verstehen. Jeder Eishockey-Fan weiss, dass ein Schuss aus zwei Metern gefaehrlicher ist als einer aus zehn Metern. HDCF quantifiziert dieses Wissen. Teams, die viele High Danger Chances kreieren und wenige zulassen, sind fast immer erfolgreich.

Fuer Wetten kannst du HDCF nutzen, um die Qualitaet eines Teams unabhaengig von seinen Torhuetern zu beurteilen. Ein Team mit starkem HDCF-Anteil wird langfristig erfolgreich sein, auch wenn der aktuelle Goalie Schwierigkeiten hat. Umgekehrt deutet ein schwacher HDCF-Anteil auf strukturelle Probleme hin, die auch der beste Goalie nicht dauerhaft kaschieren kann.

Goalie-Statistiken verstehen

Die Fangquote, auf Englisch Save Percentage oder SV%, ist die wichtigste Statistik fuer Goalies. Sie zeigt an, wie viele Prozent der Schuesse aufs Tor ein Torhüter haelt. Ein Elite-Goalie wie Connor Hellebuyck oder Andrei Vasilevskiy erreicht Werte ueber 92 Prozent, waehrend ein schwacher Backup unter 90 Prozent fallen kann.

Der Unterschied klingt marginal, ist aber enorm. Bei 30 Schuessen pro Spiel bedeuten zwei Prozentpunkte Unterschied im Schnitt 0,6 Tore mehr oder weniger. Ueber eine Saison summiert sich das auf dutzende Tore einen Unterschied, der Playoffs oder Freizeit bedeuten kann.

Allerdings ist die reine Fangquote mit Vorsicht zu geniessen, weil sie nichts ueber die Qualitaet der Schuesse aussagt. Ein Goalie, dessen Team viele Chancen aus der Distanz zulaesst, wird eine hoehere SV% haben als einer, der staendig Breakaways und Rebound-Situationen klaeren muss, selbst wenn beide gleich gut sind. Deshalb gibt es auch hier fortgeschrittene Metriken wie Goals Saved Above Expected, die beruecksichtigen, wie schwierig die Schuesse waren, die ein Goalie zu halten hatte.

Der Goals Against Average, kurz GAA, gibt an, wie viele Gegentore ein Goalie pro Spiel kassiert. Ein Wert unter 2,50 gilt als ausgezeichnet, zwischen 2,50 und 3,00 als durchschnittlich, und alles darueber zeigt Schwaechen. Wie die Fangquote haengt auch der GAA stark von der Defensive des Teams ab. Ein Goalie hinter einer soliden Abwehr wird bessere Werte haben als einer, der ständig im Kreuzfeuer steht.

Fuer Wetten ist die Kombination aus SV% und GAA aussagekraeftig. Ein Goalie mit hoher Fangquote aber mittelmaeßigem GAA spielt wahrscheinlich hinter einer schwachen Defensive. Seine individuelle Leistung ist stark, auch wenn die Mannschaft Tore kassiert. Umgekehrt kann ein Goalie mit niedrigerer SV% aber gutem GAA von seiner Vordermannschaft profitieren, die ihm viel Arbeit abnimmt. Beruecksichtige beide Werte, um ein vollstaendiges Bild zu bekommen.

Eishockey-Torwart mit angehobenem Helm steht nachdenklich im Torraum während einer Spielpause

Quality Starts und Konsistenz

Quality Starts ist eine Metrik, die die Konsistenz eines Goalies misst. Ein Quality Start liegt vor, wenn ein Goalie eine Fangquote von mindestens 91,7 Prozent erreicht oder, falls die Quote niedriger ist, das Team trotzdem gewinnt. Die Logik: In den meisten Spielen reicht eine SV% von 91,7 Prozent aus, um dem Team eine Chance auf den Sieg zu geben.

Diese Metrik ist nuetzlicher als der reine Blick auf den Saisonschnitt, weil sie zeigt, wie oft ein Goalie seinem Team hilft im Gegensatz zu Spielen, in denen er zum Problem wird. Ein Goalie kann eine solide Saison-SV% haben, aber wenn er diese durch wenige herausragende Spiele erreicht und dazwischen viele schlechte Leistungen abliefert, ist er weniger zuverlaessig als einer mit gleichmaessigeren Leistungen.

Wo du die Statistiken findest

Wo findest du all diese Statistiken? Die offizielle Seite NHL.com bietet grundlegende Daten, aber fuer Advanced Stats brauchst du spezialisierte Quellen. Natural Stat Trick ist eine der besten kostenlosen Ressourcen und bietet Corsi, Fenwick, xG und vieles mehr fuer Teams und Spieler. Hockey Reference ist hervorragend fuer historische Daten und Spielervergleiche. MoneyPuck spezialisiert sich auf Expected Goals und bietet detaillierte Modelle. Evolving Hockey ist eine weitere Top-Quelle, allerdings teilweise kostenpflichtig.

Meine Empfehlung: Beginne mit Natural Stat Trick, weil es kostenlos und umfassend ist. Lerne, die Seite zu navigieren und die wichtigsten Metriken zu finden. Wenn du tiefer einsteigen moechtest, koennen die kostenpflichtigen Optionen lohnen, aber fuer die meisten Wetter reichen die kostenlosen Quellen voellig aus.

Praktische Anwendung fuer Wetten

Die Anwendung von Statistiken auf Wettentscheidungen erfordert Uebung und Erfahrung. Hier sind einige konkrete Strategien, die du sofort umsetzen kannst. Erstens: Pruefe vor jeder Wette die Corsi- und xG-Werte beider Teams der letzten zehn Spiele. Wenn ein Team trotz Siegesserie schlechte Werte hat, ist es ein Kandidat fuer eine Wette dagegen. Wenn ein Team trotz Niederlagenserie starke Werte zeigt, kann es unterschaetzt sein.

Zweitens: Schau dir den PDO an. Teams mit extremen Werten ueber 103 oder unter 97 sind Kandidaten fuer Regression. Wette auf die Normalisierung, nicht auf die Fortsetzung extremer Trends.

Drittens: Pruefe die Goalie-Statistiken der letzten fuenf Spiele, nicht nur den Saisonschnitt. Goalies haben Formkurven, und ein Torhüter in einer Heissphase ist mehr wert als einer, der gerade kaempft.

Viertens: Nutze xG-Differenzen, um Over/Under-Wetten zu informieren. Wenn zwei Teams mit hohen xG-Werten aufeinandertreffen, tendiert das Spiel zum Over. Wenn beide Teams defensiv stark sind und niedrige xG-Werte zulassen, ist das Under attraktiver.

Person analysiert Hockey-Statistiken auf zwei Monitoren mit Notizen und methodischer Recherche

Haeufige Fehler vermeiden

Die groesste Gefahr bei der Nutzung von Statistiken ist die Ueberinterpretation kleiner Stichproben. Zehn Spiele sind besser als fuenf, zwanzig besser als zehn. Wenn ein Team in den letzten drei Spielen einen Corsi von 60 Prozent hatte, bedeutet das wenig der Zufall spielt ueber so kurze Zeitraeume eine zu grosse Rolle. Schaue immer auf groessere Zeitraeume und sei skeptisch gegenueber extremen Werten, die sich ueber kurze Phasen ergeben.

Ebenso wichtig ist das Verstaendnis, dass keine Statistik die Zukunft vorhersagt. Corsi, Fenwick und xG sind Werkzeuge, die Wahrscheinlichkeiten anzeigen, keine Gewissheiten. Ein Team mit ueberlegenen Statistiken kann trotzdem verlieren, und das wird regelmaessig passieren. Der Vorteil zeigt sich langfristig ueber dutzende und hunderte von Wetten, nicht in einzelnen Spielen.

Ein haeufiger Fehler unter Anfaengern ist das sogenannte Cherry-Picking: Man sucht sich die Statistiken heraus, die die eigene Meinung bestaetigen, und ignoriert die, die ihr widersprechen. Das ist menschlich, aber toedlich fuer deine Wettbilanz. Wenn du glaubst, dass ein Team gewinnen wird, und dann nach Bestaetigung suchst, wirst du sie finden. Aber das macht deine Analyse nicht besser. Der richtige Ansatz ist umgekehrt: Schaue dir die Statistiken zuerst an und bilde dann eine Meinung. Wenn die Zahlen deiner Intuition widersprechen, ueberlege sorgfaeltig, wer recht hat meistens sind es die Zahlen.

Die Kombination verschiedener Metriken liefert das vollstaendigste Bild. Corsi allein kann truegerisch sein, wenn ein Team viele Schuesse von aussen abgibt. xG allein kann Probleme mit dem Sample Size haben, besonders frueh in der Saison. PDO allein sagt nichts ueber die langfristige Qualitaet aus. Aber wenn du alle drei zusammen betrachtest, erhaeltst du ein nuanciertes Verstaendnis. Ein Team mit starkem Corsi, guter xG-Differenz und neutralem PDO ist wahrscheinlich wirklich gut. Ein Team mit schwachem Corsi, schlechter xG-Differenz aber hohem PDO ist wahrscheinlich schlechter als seine Bilanz.

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Statistiken in den Playoffs

Die Playoffs sind ein besonderes Thema. Hier aendert sich die Dynamik grundlegend. Die Intensitaet steigt, die Fehlertoleranz sinkt, und Erfahrung zaehlt mehr als in der Regular Season. Manche Statistiken, die waehrend der Saison zuverlaessig sind, werden in den Playoffs weniger aussagekraeftig. xG zum Beispiel kann taueschen, weil Playoff-Goalies oft ueberragend spielen und mehr Chancen halten als erwartet. Sei vorsichtig, wenn du Regular-Season-Statistiken direkt auf Playoff-Wetten uebertraegst, und beruecksichtige die veraenderte Situation.

Ein weiterer praktischer Tipp: Achte auf Trends, nicht nur auf absolute Werte. Wenn ein Team zu Saisonbeginn einen schwachen Corsi von 46 Prozent hatte und jetzt bei 52 Prozent liegt, verbessert es sich deutlich. Diese Richtung ist oft wichtiger als die reine Zahl. Ein aufstrebendes Team kann auch mit durchschnittlichen Statistiken eine gute Wette sein, waehrend ein Team im Abschwung trotz noch guter Zahlen riskant wird.

Zusammenfassend laesst sich sagen, dass die fortgeschrittenen Statistiken der NHL ein maechtiges Werkzeug fuer Wetter sind, die bereit sind, sich einzuarbeiten. Corsi und Fenwick zeigen die Spielkontrolle, PDO enthuellt Glueck und Pech, Expected Goals bewertet die Chancenqualitaet, und die Goalie-Metriken helfen bei der Einschaetzung des wichtigsten Einzelspielers. Wer diese Zahlen versteht und klug anwendet, verschafft sich einen echten Vorteil gegenueber der Masse.

Der Einstieg mag ueberwältigend erscheinen, aber lass dich nicht entmutigen. Beginne mit einer Metrik, vielleicht Corsi oder xG, und lerne sie gruendlich kennen. Wenn du dich sicher fuehlst, fuege weitere hinzu. Mit der Zeit wirst du ein Gefuehl dafuer entwickeln, welche Zahlen in welcher Situation relevant sind. Und dieses Wissen wird sich in besseren Wettentscheidungen und hoeheren Gewinnen niederschlagen.

Denke daran, dass Statistiken ein Hilfsmittel sind, kein Ersatz fuer kritisches Denken. Die Zahlen zeigen dir, was passiert ist, aber sie koennen nicht alle Faktoren erfassen, die ein Spiel beeinflussen. Verletzungen, Motivationslage, Reisemuedigkeit, interne Konflikte im Team all das fliesst nicht in Corsi oder xG ein. Nutze die Statistiken als Fundament deiner Analyse, aber behalte auch den groesseren Kontext im Blick.

Schliesslich noch ein Wort zur Geduld. Statistische Vorteile zeigen sich langfristig, nicht in einzelnen Spielen oder Wochen. Du wirst Phasen erleben, in denen deine statistisch fundierten Wetten verlieren, waehrend andere mit Bauchgefuehl gewinnen. Das ist Varianz, und sie ist unvermeidlich. Bleibe bei deinem Ansatz, vertraue den Zahlen, und die Ergebnisse werden sich ueber Zeit einstellen. Die erfolgreichsten Wetter sind nicht diejenigen, die immer gewinnen sie sind diejenigen, die methodisch vorgehen und Geduld haben.

Die NHL bietet mit ihren umfassenden Statistiken eine einzigartige Gelegenheit fuer analytisch orientierte Wetter. Nutze sie, lerne kontinuierlich dazu, und du wirst feststellen, dass dein Verstaendnis fuer das Spiel und deine Wettresultate gleichermassen wachsen.

Siehe auch: eishockeynhl — Ergebnisse, Quoten und Analysen zur NHL.

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